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  • AutorenbildThomas Laggner

Der heisse Stuhl

Der "heiße Stuhl" ist eine Technik, die in der Gestalttherapie eingesetzt wird. Dabei geht es darum, dass der Klient in einem Sessel Platz nimmt, der als "heißer Stuhl" bezeichnet wird, und eine imaginäre Person darstellt, die für ihn wichtig ist. Der Klient übernimmt dann die Perspektive und die Gefühle dieser Person und spricht aus ihrer Sicht.

Die Technik des "heißen Stuhls" kann therapeutisch genutzt werden, um dem Klienten zu helfen, tiefer liegende Gefühle und Konflikte zu verstehen und zu bearbeiten. Durch die Übernahme der Perspektive einer anderen Person kann der Klient besser verstehen, wie sein Verhalten und seine Gefühle von anderen wahrgenommen werden und welche Auswirkungen sie haben. Auf diese Weise kann er auch seine eigene Perspektive hinterfragen und sich selbst besser verstehen.



Das Vorgehen bei der Technik des "heißen Stuhls" kann wie folgt ablaufen:

  1. Der Klient nimmt in dem Sessel Platz und stellt sich eine Person vor, die für ihn wichtig ist.

  2. Der Therapeut fragt den Klienten, was diese Person für ihn bedeutet und welche Gefühle er in Bezug auf sie hat.

  3. Der Klient übernimmt dann die Perspektive und die Gefühle der imaginären Person und antwortet auf die Fragen des Therapeuten.

  4. Der Therapeut fragt weiter nach, um die Gefühle und Perspektiven der imaginären Person noch besser zu verstehen und um eventuelle Konflikte oder Unstimmigkeiten zu bearbeiten.

  5. Der Klient kehrt schließlich in seine eigene Perspektive zurück und reflektiert, was er aus der Sicht der anderen Person gelernt hat und wie er diese Erkenntnisse in seinem eigenen Leben nutzen kann.

Die Gestalttherapie ist eine tiefenpsychologische Therapieform, die sich auf die individuelle Erfahrung und die persönliche Verantwortung des Klienten konzentriert. Sie zielt darauf ab, dass der Klient seine Gefühle und Gedanken bewusst wahrnimmt und diese in seinem Leben integriert. Dabei setzt die Gestalttherapie auf verschiedene Techniken und Methoden, um den Klienten dabei zu unterstützen, seine Gefühle und Konflikte zu bearbeiten und positive Veränderungen in seinem Leben herbeizuführen.

Einige Techniken und Methoden, die in der Gestalttherapie eingesetzt werden, sind:

  • Der "heiße Stuhl": Hierbei geht es darum, dass der Klient in einem Sessel Platz nimmt und eine imaginäre Person darstellt, die für ihn wichtig ist. Der Klient übernimmt dann die Perspektive und die Gefühle dieser Person und spricht aus ihrer Sicht.

  • Die Körperarbeit: In der Gestalttherapie wird die Körperarbeit genutzt, um dem Klienten zu helfen, seine Gefühle und Gedanken besser wahrzunehmen und zu verstehen. Dazu gehören beispielsweise Körperübungen, die darauf abzielen, die Aufmerksamkeit auf bestimmte Körperbereiche zu lenken, oder die Visualisierung von inneren Bildern oder Empfindungen.

  • Die Kontaktaufnahme: In der Gestalttherapie geht es darum, den Klienten dabei zu unterstützen, seine Gefühle und Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen und auszudrücken. Dazu gehört auch die Kontaktaufnahme mit anderen Menschen und die Entwicklung von sozialen Kompetenzen.

  • Die Klärung von Gestalten: In der Gestalttherapie geht es darum, dass der Klient lernen, seine Gefühle und Gedanken bewusst wahrzunehmen und zu bearbeiten. Dazu gehört auch die Klärung von Gestalten, also von emotionalen oder psychologischen Mustern, die sich in seinem Leben wiederholen.

  • Das Hier und Jetzt: In der Gestalttherapie wird großer Wert auf das Hier und Jetzt gelegt. Der Klient wird dazu angeregt, seine Aufmerksamkeit auf die gegenwärtigen Erfahrungen und Gefühle zu richten und sich nicht in Vergangenem oder Zukünftigem zu verlieren.

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