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  • AutorenbildThomas Laggner

"Ich bin okay - Du bist okay"

"Ich bin okay - Du bist okay" (kurz: "I'm OK - You're OK") ist ein Konzept, das in der Transaktionsanalyse verwendet wird. Es beschreibt eine Haltung, die auf Akzeptanz und Respekt basiert und die das Wohl der anderen Person in den Vordergrund stellt.



Die Haltung "Ich bin okay - Du bist okay" geht davon aus, dass jeder Mensch wertvoll und akzeptiert ist, egal wie er oder sie ist und was er oder sie getan hat. Sie impliziert auch, dass jeder Mensch das Recht hat, seine eigenen Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse zu haben und dass es in Ordnung ist, wenn sie von denen anderer Menschen abweichen.

Die Haltung "Ich bin okay - Du bist okay" steht im Gegensatz zu anderen Haltungen, die auf einem mangelnden Selbstwertgefühl oder einem Mangel an Akzeptanz und Respekt basieren. Zum Beispiel kann eine Haltung wie "Ich bin nicht okay - Du bist okay" dazu führen, dass man sich selbst herabsetzt und andere über sich stellt, während eine Haltung wie "Ich bin okay - Du bist nicht okay" dazu führen kann,


Das "Ich bin nicht ok, du bist ok"-Skript beschreibt eine Haltung, die auf Unterlegenheit und Überlegenheit basiert. Menschen, die dieses Skript verfolgen, nehmen sich selbst als unterlegen und andere als überlegen wahr und haben häufig Schwierigkeiten, ihre eigene Wertschätzung und ihr Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten. Sie neigen dazu, sich selbst abzuwerten und sich anderen unterzuordnen.

In der Transaktionsanalyse wird davon ausgegangen, dass Menschen in ihrem Leben häufig zwischen den verschiedenen Skripten hin und her wechseln und dass sich diese Skripte auf verschiedene Bereiche des Lebens auswirken können, wie zum Beispiel die Art und Weise, wie Menschen in zwischenmenschlichen Beziehungen agieren, ihre Karriereentscheidungen treffen oder ihre eigene Gesundheit und Wohlbefinden pflegen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Lebensskripte keine festen Rollen oder Charaktereigenschaften sind, sondern vielmehr ein Modell darstellen, das dazu dienen kann, die eigene Haltung und die Interaktion mit anderen Menschen besser zu verstehen und gegebenenfalls zu verändern.


In der Psychotherapie können die Lebensskripte ein wichtiges Konzept sein, um das Verhalten und die Haltung einer Person besser zu verstehen und ihr bei der Veränderung ihrer Muster und Verhaltensweisen zu unterstützen. Ein Psychotherapeut kann zum Beispiel mit dem Konzept der Lebensskripte arbeiten, indem er oder sie:

  • Das Bewusstsein der Patientin oder des Patienten für ihr oder sein Lebensskript erhöhen: Der Psychotherapeut kann Fragen stellen und Reflektionen anregen, um die Patientin oder den Patienten dazu zu bringen, sich bewusst zu machen, welches Lebensskript sie oder er verfolgt und wie dieses Skript das eigene Verhalten und die Beziehungen zu anderen beeinflusst.

  • Die Verhaltensmuster und -weisen der Patientin oder des Patienten analysieren: Der Psychotherapeut kann gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten bestimmte Verhaltensmuster und -weisen untersuchen, die auf einem bestimmten Lebensskript basieren, und herausarbeiten, wie sie oder er damit umgehen kann.

  • Alternative Verhaltensweisen aufzeigen: Der Psychotherapeut kann der Patientin oder dem Patienten zeigen, wie sie oder er alternative Verhaltensweisen entwickeln und einprägen kann, um aus den gewohnten Muster auszubrechen und sich auf ein "Ich bin ok, du bist ok"-Skript auszurichten.

  • Ressourcen und Strategien vermitteln: Der Psychotherapeut kann der Patientin oder dem Patienten Ressourcen und Strategien vermitteln, die ihr oder ihm dabei helfen, sich selbst besser wahrzunehmen und zu akzeptieren, die eigene Perspektive zu verändern und effektivere Wege zu finden, mit schwierigen Situationen und Gefühlen umzugehen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Arbeit mit den Lebensskripten nur ein Teil der psychotherapeutischen Arbeit sein kann und dass jeder Mensch individuell ist und unterschiedliche Bedürfnisse hat. Deshalb ist es wichtig, dass der Psychotherapeut die individuellen Bedürfnisse und Ziele der Patientin oder des Patienten berücksichtigt und eine für sie oder ihn geeignete Therapieform auswählt.

Die Arbeit mit den Lebensskripten kann in verschiedenen Therapieformen stattfinden, wie zum Beispiel in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, in der Verhaltenstherapie oder in der systemischen Therapie. Es ist wichtig, dass die Patientin oder der Patient sich von Anfang an gut aufgehoben und verstanden fühlt und dass die Therapieform zu ihren oder seinen Bedürfnissen passt.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Arbeit in einer Psychotherapie Zeit braucht und dass es wichtig ist, regelmäßig an den Sitzungen teilzunehmen und sich auf den Prozess einzulassen, um Fortschritte zu erzielen. Die Arbeit mit den Lebensskripten kann dazu beitragen, die eigene Haltung und Perspektive zu verändern und damit das eigene Verhalten und die Beziehungen zu anderen zu verbessern. Allerdings ist es wichtig zu verstehen, dass die Veränderungen, die in der Psychotherapie erreicht werden, nicht von heute auf morgen erfolgen, sondern dass sie Zeit brauchen und regelmäßige Anstrengung erfordern.

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass Psychotherapie nicht für jede Person die richtige Lösung ist und dass es in manchen Fällen sinnvoller sein kann, sich an andere Fachleute, wie zum Beispiel einen Arzt oder einen Berater, zu wenden. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Psychotherapie für Sie geeignet ist, können Sie sich an einen Fachmann wenden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ich hoffe, dass diese Informationen für Sie hilfreich sind. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren.

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