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  • AutorenbildThomas Laggner

Negative Gedanken und Gefühle in Frage stellen

Der erste Teil dieser Übung hilft Ihnen dabei, negative Selbstgespräche und Selbstkritik zu erkennen. Sie werden die damit verbundenen unangenehmen Gefühle identifizieren und herausfinden, woher sie kommen.

Der nächste Schritt wird Ihnen helfen, diese Gedanken zu hinterfragen und durch positive, motivierende Gedanken zu ersetzen. Das führt zu einem höheren Selbstbewusstsein, mehr Selbstakzeptanz und einem größeren Selbstwertgefühl. Der innere Kritiker begleitet uns häufig und hält uns von so manchen gut gemeinten Aktionen oder Zielen direkt oder indirekt ab. Deshalb ist es besonders wichtig, bei einer gesunden Selbstakzeptanz, auch die Dinge annehmen zu lernen, die wir nicht so gut können. Gerade die liebevolle Annahme, dieser „negativen Eigenschaften“ ist wichtig, damit wir uns als Person ganzheitlich wohlfühlen. Die meisten unserer Gedanken sind unbewusst und viele von ihnen sind negativ und sehr selbstkritisch. Diese Übung beschäftigt sich mit diesen negativen Gedanken und den damit verbundenen Gefühlen.

Wahres Selbstbewusstsein kann nur erreicht werden, wenn wir diese negativen Gedanken nicht ignorieren oder unterdrücken, sondern bewusst damit umgehen. Nur so kann echtes Selbstvertrauen entstehen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, positive und motivierende Antworten auf diese negativen Gedanken zu finden, überlegen Sie sich, was Sie einem Freund in dieser Situation raten würden. Es fällt uns oft leichter, Lösungen für andere zu finden, als für uns selbst. Diese Übung sollte regelmäßig durchgeführt werden. Sie sollten zum Einstieg über einfache Alltagssituationen schreiben und sich langsam steigern. Schreiben Sie über die jüngsten oder vergangenen unangenehmen Erfahrungen, mit denen Sie in Zukunft besser umgehen möchten.

Je öfter Sie dieses Tool nutzen, desto einfacher wird es in Zukunft sein, mit negativen Gedanken und schwierigen Situationen umzugehen. Wenn die Antworten im geteilten CleverMemo-Verlauf notiert sind, ist es für Sie ein Leichtes, vergangene Antworten erneut durchzulesen und miteinander zu vergleichen. Wie war die Situation? Beschreiben Sie kurz eine aktuelle oder vergangene Situation, die zu unangenehmen Gefühlen geführt hat und mit der Sie in Zukunft anders umgehen möchten. Beispiel: Ich habe bei der Arbeit einen Fehler gemacht, als ich… Was war das Erste, woran ich in dieser Situation gedacht habe? Dies könnte ein innerer Dialog oder ein automatischer Gedanke sein, den Sie zuvor hatten. Beispiel: Nicht schon wieder! Ich werde es nie richtig machen und dieser Job ist einfach nicht das Richtige für mich. Beschreiben Sie den negativen Gedanken und die Gefühle, die Sie in diesem Moment hatten: Beispiel: Stress, Wut, Angst, Frustration, Verzweiflung, Traurigkeit Welcher negative Glaubenssatz oder welches Gefühl könnte die Ursache dieses Gedankens sein? Beispiel: Es könnte sich um eine ähnliche Situation handeln, die Sie zuvor erlebt haben. "Ich stelle mir vor, mein Chef schreit mich vor meinen Kollegen an.“ War mein erster Gedanke in diesem Moment sinnvoll/vernünftig? (Frage 2) Finden Sie Argumente dafür und dagegen. Argumente dafür: Argumente dagegen: Welche Konsequenzen entstehen, wenn ich weiterhin so denke? Inwiefern wird es mein Leben beeinflussen? Berücksichtigen Sie psychologische, physische, berufliche und emotionale Auswirkungen. Jetzt, da Sie über Ihre negativen Gedanken, Gefühle und deren Folgen nachgedacht haben, ist es Zeit, positiv zu denken. Lesen Sie sich Ihre negativen Gedanken noch einmal kurz durch. Was könnte eine positive und bessere Denkweise sein, sollte diese Situation in Zukunft wieder eintreten? Jeder macht Fehler. Was die erfolgreichen von den weniger erfolgreichen unterscheidet, ist die Art und Weise, wie mit diesen Fehlern umgegangen wird. Jeder Fehler kann eine Chance sein, sich selbst zu entwickeln, sowie Stärken und Qualitäten zu erkennen, die bis dahin vielleicht übersehen wurden. Es ist wichtig, dass wir uns unsere Schwächen und Fehler verzeihen, aber daraus lernen. Wir sollten sie zuerst analysieren, um zu entscheiden, ob wir für uns eine Möglichkeit sehen, diese Schwäche auszumerzen oder ob wir in diesem Bereich externe Unterstützung benötigen.

Es kann ungemein befreiend sein, zu erkennen und akzeptieren, dass man in bestimmten Bereichen Unterstützung benötigt, weil man schlicht und einfach andere Qualitäten hat. Welche möglichen Gefühle verbinde ich mit dieser neuen positiven Denkweise? (sicher, verzeihend, selbstbewusst, glücklich, zufrieden, stark, stolz, entspannt, dankbar, erfolgreich) Versuchen Sie, eine kurze positive Affirmation/Bestätigung zu formulieren, die Sie sich selbst sagen könnten, wenn diese Situation in Zukunft auftaucht:

Tipps für Ihre Affirmation: Sprechen Sie sie laut und wiederholen Sie sie.

Überlegen Sie sich einen Trigger, um Ihre Affirmation zu verstärken (z. B. drücken Sie Ihre Finger zusammen).

Verwenden Sie immer die Gegenwartsform, wenn Sie Ihre Affirmation aussprechen

Formulieren Sie eine Affirmation, die einfach und spezifisch ist und sich auf die Lösung konzentriert

Stellen Sie sich lebhaft eine Szene vor, die Ihre Affirmation unterstützt.

Welche konkreten Maßnahmen kann ich ergreifen, wenn diese Situation in Zukunft eintritt? Beispiel: Anstatt mich für jeden Fehler bei der Arbeit zu verfluchen, werde ich meine Energie nicht für Dinge verschwenden, die ich nicht mehr ändern kann. Stattdessen konzentriere ich mich darauf, was ich aus diesem Fehler lernen kann und wie ich ihn am besten in Zukunft vermeide.

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